 | Am vergangenen Sonntag bestritt die erste Mannschaft des TC Lindau beim TC Großhesselohe II in München ihr letztes Saisonspiel. Die Münchner traten in voller Besetzung an und bezwangen den Club vom Bodensee mit 7:2.
Von einer Verletzung weiterhin gehandicapt musste Peter Steinberger an Position eins gegen eine der größten deutschen Tennishoffnungen, Dominik Schulz, antreten. Der junge Münchner gewann im vergangenen Jahr die Doppelkonkurrenz der Junioren in Wimbledon und wird in der Jugendweltrangliste in den Top Ten geführt, und durch die Verletzung beeinträchtigt konnte Peter Steinberger nichts ausrichten. Ebenfalls einen starken deutschen Nachwuchsspieler bekam Max Wimmer an Position zwei als Gegner. Philipp Regnat trainierte Jahre lang in der TennisBase in Oberhaching, die als Vorzeigeinstitut in Deutschland gilt und beispielsweise Phillip Kohlschreiber in die Top 30 der Welt führte. Max Wimmer unterlag 1:6/3:6, wobei das Match weit nicht so klar war wie das Ergebnis. Ein ganz enges Match auf hohem Niveau lieferte Tobias Köck an Position drei gegen Philipp Seifert. Im ersten Satz knapp unterlegen, dominierte Tobias Köck Satz Nummer 2 und unterlag schließlich unglücklich im Match Tie-Break mit 6:7/6:2/2:10. Markus Bartosch an Position 4 hatte mit Moritz Trüg einen sehr starken Aufschläger als Gegner. Erst im zweiten Satz fand Markus Bartosch zu seinem Spiel, musste sich dann aber mit 2:6/5:7 ebenfalls geschlagen geben. Ales Reter hatte es mit Dominik Hansen zu tun, ebenfalls einen sehr erfahrenen Bayernligaspieler. Mit 2:6/3:6 unterlag der Spielertrainer. Lediglich Mario Urban zeigte, dass sich seine Form kontinuierlich über die Saison gesteigert hat und gewann sein Match mit 6:2/2:6/10:5.
Nach 1:5 nach den Einzeln konnte in den Doppeln ein wenig experimentiert werden und so spielten Max Wimmer und Tobias Köck im ersten Doppel und gewannen deutlich mit 6:4/6:2. Peter Steinberger schonte sein verletztes Handgelenk und gab sein Doppel mit Ales Reter kampflos ab, währen Markus Bartosch und Mario Urban im dritten Doppel kämpften, aber schließlich 2:6/3:6 unterlagen.
Somit hält der TC Lindau auch fürs kommende Jahr die Bayernliga, was, betrachtet man das hohe Niveau der Liga und die Budgets der anderen Vereine, durchaus als Erfolg zu werten ist, obwohl man den Titel des Bayernliga-Meisters nicht verteidigen konnte. Man ist zuversichtlich gestimmt für die kommende Saison, denn die gute Stimmung im Team lässt vermuten, dass auch 2011 wieder ein solch homogenes Team für den TC Lindau an den Start gehen wird. „Ich habe selten in einem Team gespielt, dass sich menschlich so gut versteht wie dieses“ verrät Teamkapitän Ales Reter. „Und wenn Peter Steinberger im kommenden Jahr wieder verletzungsfrei ist, sieht die Tabelle vermutlich wieder besser aus.“ Mit drei Siegen bei 4 Niederlagen rangiert der TC Lindau nun im Mittelfeld auf Platz 5, nach Platz eins im Vorjahr nur auf den ersten Blick eine Enttäuschung, wenn man die ungünstigen Rahmenbedingungen in 2010 bedenkt. |